
Untermiete Schweiz, was du dem Vermieter melden musst und wie du eine saubere Zwischenmiete bekommst

Jens Herbst
31. Januar 2026
Lesezeit
11 min
Veröffentlicht
31. Jan. 2026
Qualität
Geprüft
In der Schweiz darfst du grundsätzlich untervermieten, brauchst aber die Zustimmung der Vermieterschaft. Diese darf nur aus klaren Gründen verweigern, zum Beispiel wenn du die Bedingungen nicht offenlegst, die Untermiete missbräuchlich ist oder echte Nachteile entstehen. Wenn du sauber kommunizierst und eine klare Vorlage nutzt, klappt das in der Praxis meist schnell.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 1Untermiete ist möglich, aber du musst Bedingungen und Dauer transparent melden
- 2Der Vermieter darf nicht einfach so Nein sagen, nur bei klaren Gründen
- 3Mit einem 1 PDF Pack plus zwei Messages sparst du Tage hin und her
- 4Für WG Zimmer ist Vertrauen alles, Dossier und Script erhöhen Zusagen
Untermiete Clean Pack, Vermieter Anfrage, Untermietvertrag Checkliste, Übergabe Protokoll, 4 Vorlagen
Ein praktisches Pack für Zwischenmiete ohne Chaos. 1 Message an den Vermieter, 1 Message an potenzielle Untermieter, eine Untermietvertrag Checkliste, ein Übergabe Protokoll und eine Scam Checkliste für Inserate.
Untermiete kurz erklärt, was gilt wirklich
Untermiete bedeutet, dass du als Hauptmieter dein Zimmer oder deine Wohnung ganz oder teilweise an jemand anderen überlässt. Das ist in der Schweiz grundsätzlich erlaubt, aber nicht bedingungslos. Die Grundregel steht in Art. 262 OR und wurde 2024 nicht verschärft, obwohl darüber abgestimmt wurde. Die Vorlage wurde abgelehnt, die bestehende Praxis bleibt also bestehen.
Du brauchst die Zustimmung der Vermieterschaft, bevor jemand bei dir einzieht. Das gilt auch für Zwischenmiete, WG-Zimmer oder kurze Abwesenheiten wie ein Semester im Ausland. Wenn du einfach ohne Information untervermietest, riskierst du eine Abmahnung oder im Extremfall die Kündigung des Hauptmietvertrags.
Die gute Nachricht: Wenn du die Bedingungen offen kommunizierst, darf der Vermieter nicht willkürlich ablehnen. Er braucht einen konkreten Grund, zum Beispiel missbräuchliche Konditionen oder echte Nachteile. In der Praxis funktioniert das meist ohne Probleme, wenn du professionell vorgehst.
Zustimmung der Vermieterschaft, wann sie Nein sagen darf
Die Vermieterschaft darf eine Untermiete nicht einfach verbieten. Das Gesetz sagt klar: Zustimmung darf nur verweigert werden, wenn einer von drei Gründen vorliegt. Das sind die wichtigsten Punkte laut Gerichte Zürich und Mieterverband:
Grund 1: Du legst die Bedingungen nicht offen
Wenn du nicht sagst, wer einzieht, wie lange, und zu welchem Preis, darf der Vermieter Nein sagen. Transparenz ist Pflicht.
Grund 2: Die Untermiete ist missbräuchlich
Zum Beispiel wenn du deutlich mehr verlangst als du selbst zahlst, ohne Mehrwert wie Möblierung oder Nebenkosten zu bieten.
Grund 3: Es entstehen wesentliche Nachteile
Das kann Überbelegung sein, Umnutzung wie Gewerbe statt Wohnen, oder eine Person, die objektiv problematisch ist.
Wenn keiner dieser Gründe vorliegt, muss der Vermieter zustimmen. Eine Ablehnung ohne Begründung ist nicht zulässig. Schriftlich anfragen und alles dokumentieren ist der beste Schutz.

So gehst du vor, der saubere 6 Schritte Ablauf
Hier ist der saubere Ablauf für eine Untermiete ohne Stress. Halte dich an diese sechs Schritte:
Schritt 1: Mietvertrag prüfen
Lies nach, ob es spezielle Klauseln zur Untermiete gibt. Manche Verträge verlangen eine schriftliche Genehmigung, andere nur eine Information.
Schritt 2: Bedingungen festlegen
Bestimme, wer einziehen soll, wie lange, und zu welchem Preis. Kläre, was inklusive ist: Möbel, Nebenkosten, Internet.
Schritt 3: Schriftliche Anfrage an die Vermieterschaft
Nutze eine klare Vorlage. Nenne Name und Kontaktdaten der Person, Dauer, Untermietzins und Nutzungszweck. Füge eine Kopie des Ausweises bei.
Schritt 4: Zustimmung abwarten und dokumentieren
Warte auf eine schriftliche Antwort. Wenn sie mündlich kommt, bitte um Bestätigung per E-Mail.
Schritt 5: Untermietvertrag abschliessen
Schliesse einen separaten Vertrag mit dem Untermieter ab. Darin stehen Dauer, Miete, Inventar, Kündigungsfrist und Hausordnung.
Schritt 6: Übergabe mit Protokoll
Halte den Zustand der Wohnung oder des Zimmers fest, bevor der Untermieter einzieht. Fotos plus Unterschrift schützen beide Seiten.

Untermietzins und Bedingungen, was du vermeiden musst
Der Untermietzins ist ein häufiger Streitpunkt. Du darfst grundsätzlich mehr verlangen als du selbst bezahlst, aber nur wenn es sachlich gerechtfertigt ist. Das heisst:
Was du einrechnen darfst:
- Möblierung und deren Abnutzung
- Anteil an Nebenkosten wie Internet, Strom, Heizung
- Eventuelle Zusatzleistungen wie Reinigung
Was du vermeiden musst:
- Überhöhte Aufschläge ohne Gegenleistung
- Unklare Pauschalbeträge, die nicht nachvollziehbar sind
- Verschweigen von tatsächlichen Kosten
Wenn dein Untermietzins deutlich über dem Hauptmietzins liegt und du das nicht erklären kannst, kann das als missbräuchlich gelten. Der Vermieter könnte das als Grund für eine Ablehnung nutzen.
Tipp: Halte die Kalkulation transparent. Eine einfache Aufstellung wie "Hauptmiete CHF 1200 plus Möblierung CHF 150 plus Nebenkosten CHF 100 = CHF 1450" zeigt, dass du fair kalkulierst.
Zwischenmiete und WG Zimmer, wie du Zusagen bekommst
Zwischenmiete ist besonders bei Studierenden und Expats beliebt, wenn sie für ein Semester oder ein Projekt woanders sind. Für WG-Zimmer gelten dieselben Regeln, aber in der Praxis zählt Vertrauen noch mehr.
Wie du als Untermieter Zusagen bekommst:
Bereite ein kurzes Dossier vor: Ausweis, Nachweis über Einkommen oder Studium, kurze Selbstauskunft. Das zeigt, dass du organisiert bist.
Nutze bei der Besichtigung dieses Script:
5 Sätze, die du sagen solltest:
- Danke für die Einladung, ich freue mich, das Zimmer zu sehen.
- Ich bin für [Zeitraum] in der Schweiz wegen [Grund].
- Ich bin unkompliziert und passe mich an bestehende WG-Regeln an.
- Ich kann sofort ein vollständiges Dossier schicken.
- Falls ihr Fragen habt, beantworte ich sie gern jetzt oder per Nachricht.
5 Fragen, die du stellen solltest:
- Wie läuft das hier mit Putzen und Einkäufen?
- Gibt es Regeln für Besuch oder Lautstärke?
- Wann wäre der früheste Einzugstermin möglich?
- Wie ist der Vertrag geregelt, direkt mit euch oder mit dem Vermieter?
- Was ist euch bei einem Zwischenmieter besonders wichtig?
Dieser Ablauf zeigt Interesse, ohne aufdringlich zu sein.
Scam Schutz bei Zwischenmiete, schnell aber nicht blind
Zwischenmiete ist leider ein beliebtes Feld für Betrüger. Wenn du schnell ein Zimmer brauchst, bist du verletzlicher. Hier sind die drei wichtigsten No-Gos:
No-Go 1: Keine Vorauszahlung vor Vertrag und Besichtigung
Egal was jemand sagt, zahle niemals Geld, bevor du die Wohnung gesehen hast und einen unterschriebenen Vertrag hast. Auch keine Reservierungsgebühren oder Kautionen vorab.
No-Go 2: Keine externen Links öffnen
Wenn dich jemand auf eine fremde Plattform lockt, um dort zu zahlen oder zu kommunizieren, ist das ein Warnsignal. Seriöse Anbieter bleiben auf der Plattform.
No-Go 3: Identität und Adresse plausibilisieren
Prüfe, ob die Person wirklich Zugang zur Wohnung hat. Frag nach dem Hauptmietvertrag oder einer Bestätigung des Vermieters. Wenn jemand Ausreden macht, brich ab.
Schnelligkeit ist wichtig, aber nicht auf Kosten der Sicherheit. Ein seriöses Angebot hält auch ein paar Stunden Prüfzeit aus.
Aarau, Wohlen, St. Gallen, praktische Hinweise für Anfragen
Aarau
In Aarau sind WG-Zimmer und Zwischenmieten beliebt, vor allem in Bahnhofsnähe. Die kurzen Wege machen persönliche Besichtigungen einfach. Viele Untermieten werden über lokale Netzwerke vergeben.
Tipp: Reagiere schnell und sei flexibel beim Termin. Bei Bovita in Aarau findest du möblierte Zimmer ohne aufwendige Bewerbung.
Wohlen
Wohlen ist ruhiger und bei Pendlern beliebt. Untermieten sind etwas seltener, aber es gibt regelmässig Angebote. Die Preise sind oft günstiger als in grösseren Städten.
Tipp: Zeige Flexibilität beim Einzugsdatum, das zählt hier viel.
St. Gallen
St. Gallen hat durch die Universität einen hohen Wechsel bei WG-Zimmern. Zu Semesterbeginn ist die Nachfrage besonders hoch. Wer früh sucht und organisiert auftritt, hat gute Chancen.
Tipp: Persönlicher Kontakt zählt hier mehr als ein perfektes Dossier. Zeig dich sympathisch und unkompliziert.
Bei Bovita in St. Gallen bieten wir möblierte Zimmer für einen einfachen Start, transparent und ohne versteckte Gebühren.
Bereit für Ihr neues Zuhause in Aarau?
Möblierte WG-Zimmer ab CHF 620/Monat – ohne Kaution, sofort verfügbar.
Untermiete Clean Pack, Vermieter Anfrage, Untermietvertrag Checkliste, Übergabe Protokoll, 4 Vorlagen
Ein praktisches Pack für Zwischenmiete ohne Chaos. 1 Message an den Vermieter, 1 Message an potenzielle Untermieter, eine Untermietvertrag Checkliste, ein Übergabe Protokoll und eine Scam Checkliste für Inserate.
Häufig gestellte Fragen
4 Fragen beantwortet
Grundsätzlich ja, aber du brauchst die Zustimmung der Vermieterschaft und musst die Bedingungen offenlegen, damit sie prüfen kann, ob ein Ablehnungsgrund vorliegt.
Nicht beliebig. Typisch sind fehlende Auskünfte zu den Bedingungen, missbräuchliche Bedingungen oder wesentliche Nachteile wie Überbelegung oder Umnutzung.
Rechtlich kann Zustimmung auch anders erfolgen, aber in der Praxis ist schriftlich immer die beste Absicherung, schon wegen späterer Diskussionen.
Unklare Bedingungen und kein sauberer Nachweis an die Vermieterschaft. Das führt zu Verzögerungen und im schlimmsten Fall zu Konflikten im Hauptmietverhältnis.
Quellen & Referenzen
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