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WG-Hausordnung Vorlage Schweiz. Regeln, Putzplan und Konflikte klar regeln

Konflikte in der WG entstehen meist nicht, weil Menschen unverträglich sind, sondern weil niemand am Anfang über Erwartungen gesprochen hat.

Kurz gesagt

Eine WG-Hausordnung ist eine kurze, gemeinsam beschlossene Übersicht über Putzplan, Lärm, Gäste, gemeinsame Einkäufe und Konfliktlösung. WGs, die das einmal in zwei Seiten aufschreiben, haben in der Praxis deutlich weniger Reibung als WGs, die alles „auf Zuruf“ regeln.

Für wen?

  • · WG-Bewohner:innen
  • · Vermieter:innen

Wann brauchst du das?

Idealerweise direkt beim WG-Start oder bei jedem Mitbewohner-Wechsel. Auch sinnvoll, wenn eine bestehende WG ständig die gleichen Konflikte hat.

Was solltest du jetzt tun?

  1. Schritt 1: Gemeinsam einen Termin vereinbaren (30-60 Minuten, alle dabei).

  2. Schritt 2: Themen sammeln: Putzen, Lärm, Gäste, Übernachtungen, Einkäufe, Kosten.

  3. Schritt 3: Pro Thema eine konkrete Regel formulieren (klar, nicht schwammig).

  4. Schritt 4: Putzplan festlegen (wer, was, wie oft).

  5. Schritt 5: Aufschreiben, ausdrucken, an gut sichtbarer Stelle aufhängen.

  6. Schritt 6: Nach 4-8 Wochen kurz überprüfen, was funktioniert, was muss angepasst werden?

Kostenlose Checkliste

Gehe die Punkte direkt im Browser durch. Oder als sauberes Word-Dokument (.docx) herunterladen, eine A4-Seite, direkt druckbar.

Passende nächste Schritte

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Häufige Fehler

  • Regeln zu allgemein formulieren („wir sind alle sauber“), nicht überprüfbar.
  • Nur eine Person erstellt die Hausordnung, ohne Diskussion, wird nicht akzeptiert.
  • Putzplan ohne klare Verantwortlichkeiten oder Rotation.
  • Konfliktlösungs-Mechanismus fehlt, alles staut sich an.
  • Hausordnung wird einmal aufgesetzt und nie wieder angepasst.

Häufige Fragen

Rechtlich nein. Praktisch ja: WGs ohne klare Regeln zu Putzen, Lärm und Gästen haben deutlich mehr Konflikte. Eine Hausordnung ist ein einfaches Werkzeug, das viel Streit verhindert.

Putzplan, Lärm-Regeln, Gäste- und Übernachtungs-Regeln, Einkaufs- und Kostenroutinen, Müll-Routine und ein Konflikt-Mechanismus. Mehr braucht es selten. Wichtig: Regeln müssen konkret sein („Küche wird Sonntagabend bis 20 Uhr gereinigt“) und nicht schwammig.

Zuerst direktes Gespräch zu zweit. Wenn das nicht hilft, gemeinsames WG-Meeting. Erst dann eskalieren (Vermieter, Schlichtung). Wichtig ist, das Problem konkret anzusprechen, nicht „du bist immer unordentlich“ sondern „die Küche war diese Woche zweimal nicht aufgeräumt, das stört mich“.

Die Vermieter-Hausordnung gilt für das Haus (Lärmzeiten, Treppenhaus, Müll). Eure interne WG-Hausordnung gilt zusätzlich für das Zusammenleben in der Wohnung. Wenn beide existieren, geht die Vermieter-Hausordnung vor.

Fünf Punkte reichen, um die häufigsten Konflikte zu vermeiden: 1. Ruhezeiten (z. B. werktags ab 22 Uhr, Sonntag ganztags), 2. Reinigung (Putzplan, Verantwortlichkeiten, Rotation), 3. Gäste und Übernachtungen (wie oft, wie lange, ab wann Absprache), 4. Gemeinsame Kosten und Einkäufe (Haushaltskasse, Verbrauchsgüter, Splitwise), 5. Schäden und Kommunikation (Wer meldet was, wann eskaliert man an die Verwaltung). Mehr braucht es selten.

Externe Quellen zur rechtlichen Vertiefung

Diese Quellen verlinken wir als Referenz. Wir kopieren keine Inhalte. Alles auf dieser Seite ist eigenständig formuliert.

WG-Zimmer Bewerbung

Eine WG-Bewerbung läuft auf zwei Schienen: Du musst die bestehenden Mitbewohnerinnen menschlich überzeugen und gleichzeitig der Verwaltung die formalen Unterlagen liefern. Wer beides ernst nimmt, hat klar bessere Chancen als jemand, der nur einen Standard-Lebenslauf schickt.

Untermiete

In der Schweiz ist Untermiete grundsätzlich erlaubt, die Verwaltung muss zustimmen und darf eine Untermiete nicht beliebig ablehnen. Häufig genannte Ablehnungsgründe sind: untragbarer Untermietzins, untragbarer Untermieter oder wesentliche Nachteile für den Vermieter. Im Einzelfall können rechtliche Details entscheidend sein. Die Zustimmung sollte schriftlich eingeholt werden, mit konkreten Angaben zu Mietpreis, Dauer und Person des Untermieters.

Einzug Checkliste

Ein sauberer Einzug in der Schweiz hat drei Phasen: Vor der Schlüsselübergabe (Kaution, Versicherungen, Adresse melden), am Übergabetag (Protokoll, Schlüssel, Zählerstände) und in den ersten 14 Tagen (Anmeldung Gemeinde, Strom-Anbieter, Internet). Wer jede Phase entlang der Checkliste abarbeitet, vermeidet die typischen Folgekosten wie Bussgelder, Doppelzahlungen oder offene Beweise beim Auszug.

Diese Inhalte dienen der praktischen Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Für verbindliche rechtliche Auskünfte wende dich bitte an eine qualifizierte Fachstelle, eine Schlichtungsbehörde oder den Mieterinnen- und Mieterverband.